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Steinadler wird im Phyletischen Museum untersucht und präpariert


Bei dem etwa 60 Zentimeter großen Greifvogel handelt es sich um ein Jungtier, das wohl erst 2016 geschlüpft ist, vermutet der wissenschaftliche Präparator des Phyletischen Museums Matthias Krüger. "Das legen die noch sehr hellen und spitz zulaufenden Schwanzfedern nahe. Bei älteren Tieren nehmen sie eine marmorierte Färbung an und runden sich langsam ab", sagt der Fachmann. Anhand der farbigen Ringe an den Beinen des Adlers kann er zudem seine Herkunft bestimmen: "Er stammt aus Lettland und war vermutlich gerade auf der Suche nach einem neuen Brutgebiet." In ihren ersten Lebensjahren durchstreifen die Steinadler große Flächen, um schließlich ein neues Zuhause zu finden. Dabei überfliegen sie häufig auch Deutschland, im Flachland allerdings lassen sie sich hier nicht nieder. Nur in den bayrischen Alpen gibt es inzwischen wieder etwa 50 Brutpaare. Hierzulande sei der Steinadler lange Zeit als Nahrungskonkurrent wahrgenommen und gejagt worden. Sogar den Raub von Kindern habe man dem Greifvogel unterstellt, informiert Krüger. In der Regel ernähren sich Steinadler in Europa vor allem von Hasen, Murmeltieren, Raufußhühnern, Rotfüchsen und Kitzen von Gämsen und Steinböcken.

Quelle mit weiteren Informationen: http://www.uni-jena.de/Mitteilungen/PM170307_Steinadler_Präparat.html


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